Schmerzen Wirbelsäule Risikofaktoren
Die heutige Lebensweise mit sitzenden Tätigkeiten und wenig Bewegung und vielleicht noch zu üppigen Essen fördert Rückenerkrankungen. Als Risikofaktoren gelten: mangelnde Muskelkraft, Belastung kalter Muskeln, Fehlhaltungen, Übergewicht und das unangemessene Heben von schweren Gegenständen.
Wo treten die Rückenschmerzen an der Wirbelsäule bevorzugt auf?
Es gibt am Rücken so genannte Prädilektionsstellen, an denen die Schmerzen am häufigsten vorkommen. Sie finden sich über dem Steißbein, im Lendenwirbelbereich, zwischen den Schulterblättern, im Schulter-Arm-Bereich und an der Halswirbelsäule. Die Brustwirbelsäule ist prozentual am wenigsten betroffen.
Wie erfolgt die Diagnose?
Die Anamnese lässt häufig Rückschlüsse auf den Grund der Erkrankung zu. So können bestimmte Begleiterkrankungen, wie beispielsweise Arthrose, auf die genaue Ursache hindeuten. Aus dem Patienten-Arzt Gespräch ergeben sich auch oft Anhaltspunkte für psychosomatische Ursachen der Schmerzen. Wichtig ist auf jeden Fall auch, welchem Beruf der Patient nachgeht. So kann in bestimmten Berufen durch ständiges schweres Heben die Wirbelsäule überbeansprucht werden und vorzeitige Verschleißerscheinungen aufweisen. Zu denken ist hier an Maurer, Möbelpacker oder Lagerarbeiter. Bei vorwiegend sitzenden Berufen, bei denen die Betroffenen in der Freizeit keinen sportlichen Ausgleich suchen, entwickeln sich häufig Fehlhaltungen, die zu den Schmerzen führen. Typisch für das Computerzeitalter ist das Maus-Arm-Syndrom.
Die körperliche Untersuchung bei einem Orthopäden deckt beispielsweise Fehlhaltungen auf. Röntgenbilder der Wirbelsäule zeigen knöcherne Veränderungen, Stauchungen, Fehlstellungen und geben eventuell Auskunft über die Beweglichkeit der Wirbelsäule. Liegt der Verdacht nahe, dass Nervenschädigungen vorliegen, kann auch eine neurologische Untersuchung notwendig sein. Die Schnittbilddiagnostik mit Hilfe eines CT oder MRT kann zur genauen Aufklärung der Schmerzen beitragen. Für spezielle Fragestellungen werden noch andere Verfahren angewendet (bsp. Myelographie).