Rückenschmerzen Diagnose

Es ist schwer den genauen Auslöser der Schmerzen zu lokalisieren, da der Rücken über eine komplexe Nervenversorgung verfügt und vielfältige Abnutzungserscheinungen Schmerzen verursachen können.

Definition der Schmerzen

Manchmal sind die Ursachen der Erkrankung auch nicht in den Rückenstrukturen zu finden, sondern innere Organe (bsp. Gebärmutter) strahlen in diese Region aus. Mediziner beschreiben Rückenschmerzen mit verschiedenen Fachausdrücken, die sich beispielsweise an der Ursache, der Lokalisation oder der Dauer der Beschwerden orientieren:

  • spezifische Rückenschmerzen: Damit sind Beschwerden gemeint, die sich eindeutig auf feststellbare Ursachen, wie beispielsweise einen Bandscheibenvorfall, zurückführen lassen. Sie machen 15% aller Rückenschmerzen aus.
  • nichtspezifische Rückenschmerzen: Diese Schmerzen haben keine physiologisch greifbaren Ursachen. 85% aller Betroffenen leiden unter nichtspezifischen Rückenschmerzen.
  • radikuläre Schmerzen: Ursachen der Schmerzen sind Schädigungen der Nervenwurzel. Sie machen sich durch Gefühlsstörungen der Haut, abgeschwächte Reflexe und verminderte Muskelkraft im Bereich des Köpers, der durch den geschädigten Nerv versorgt wird, bemerkbar.
  • pseudoradikuläre Schmerzen: In diesem Fall hat es zunächst den Anschein, als würde es sich um eine Schädigung einer Nervenwurzel handeln. Jedoch sind die Versorgungsbereiche mehrerer Nerven betroffen und die drei neurologischen Zeichen (Gefühlsstörungen, abgeschwächte Reflexe und verminderte Muskelkraft) sind nicht immer vorhanden;
  • Zervikalgie: Schmerzen, die im Nackenbereich auftreten.
  • Brachialgie: Armschmerzen, die ihre Ursache aber im Bereich der Halswirbelsäule haben.
  • Dorsalgie: Schmerzen, die im Bereich der Brustwirbelsäule auftreten.
  • Lumbago (Hexenschuss): Es handelt sich um eine allgemeine Bezeichnung für Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und der angrenzenden Körperstrukturen. Meist wird mit diesen Schmerzen ein einschießender, plötzlicher Charakter verbunden.
  • Lumbalgie: Es handelt sich auch um Schmerzen im Lendenbereich, jedoch werden meist länger andauernde Schmerzen damit in Verbindung gebracht.
  • Ischialgie: Dieser Ausdruck bezeichnet Schmerzen im Bereich der Hüfte und des Beines. Das Versorgungsgebiet des Nervus ischiadicus ist betroffen.
  • Lumboglutäalgie und Lumboischialgie: Beide Ausdrücke charakterisieren Schmerzen, die vom Lendenwirbelsäulenbereich ausstrahlen. Gemeint ist bei der Lumboglutäalgie Schmerz im Gesäß und bei der Lumboischialgie strahlt der Schmerz in das Bein aus.

Akute und chronische Rückenschmerzen:

Bei der akuten Form halten die Beschwerden höchstens drei Monate an und treten erstmalig oder nach mindestens einem halben Jahr Beschwerdefreiheit auf.

Bei der chronischen Form dauern die Schmerzen länger als ein halbes Jahr an.

 

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner





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