Chronische Rückenschmerzen

 

Damit aus  den akuten Beschwerden kein chronischer Rückenschmerz wird, muss man Rückenschmerzen frühzeitig und ausreichend behandeln. Bei chronischen Rückenschmerzen sind  Schmerzmittel allein häufig nicht mehr ausreichend, da sich ein Schmerzgedächtnis entwickelt hat, das bedeutet, dass schon schwache Reize zu starkem Schmerzempfinden führen. Die Therapie chronischer Schmerzzustände ist sehr schwierig, da die compliance der patienten mit zunehmendem Schmerz immer schlechter wird. Ein interdisziplinäres Vorgehen von Orthopäden, Anästhesisten, Neurologen, Psychologen und Physiotherapeuten im Rahmen einer multimodalen Schmerztherapie ist hier die einzige Wirksame Vorgehensweise.

Kosten und Prognose

Rückenleiden, sind die statistisch gesehen die teuerste Volkskrankheit. Die Kosten für Behandlung, Arbeitsausfälle und Frühberentung liegen jährlich im zweistelligen Milliardenbereich. Erschreckend ist die Tendenz, dass die Patienten immer jünger werden. Neueren Studien zu Folge quält die Krankheit bereits ein Drittel der unter Dreißigjährigen.

Nach einem Bericht der KKH kosten Rückenleiden die Wirtschaft jährlich um die 9 Mrd. Euro. Am stärksten unter Rückenschmerzen leiden Bürokräfte, Warenkaufleute und Arbeitslose. Bei arbeitslosen Männern liegt der Anteil um das 8,5-fache, bei Bürokräften sogar um das 22-fache höher als bei Managern.


Anatomisch gesehen treten die Schmerzen zu 65% im Bereich der Lendenwirbelsäule auf, zu 33% sind die Halswirbelsäule und nur zu 2% der Bereich der Brustwirbelsäule betroffen. Bei chronischen Schmerzen sind häufig mehrere Wirbelsäulenabschnitte beteiligt. Etwa fünf Millionen Deutsche leiden an chronischen Rückenschmerzen.


Prinzipiell haben Rückenschmerzen jedoch eine gute Prognose. So können 85% der Fälle mit einfachen Maßnahmen, wie körperlicher Entlastung, Schmerzmitteln und muskelentspannenden Medikamenten sowie Physiotherapie innerhalb von sechs bis acht Wochen erfolgreich therapiert werden.

Entscheident für einen Erhalt der Schmerzfreiheit ist weiterhin viel und richtige Bewegung.

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner





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